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Veranstaltung

Themenabend Antifa: Film – Austausch – Solitresen

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Bist du anti ANTIFA
Bist du FA
Du kannst sagen was du willst
Doch das ist wahr

19 Uhr Film „Schulter an Schulter, wo der Staat versagt“ (2024, D)
Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=Q2jqqymfapI
21 Uhr Austausch zu Antifa Organisierung
ab 21 Uhr Soli Cocktailtresen (mit und ohne Alkohol) für Aktionen gegen den rechten Wahlkampf

Wir starten 19 Uhr mit einem Mini Update zur Urteilsverkündung im 2. NSU Prozess am Landgericht Dresden (https://www.nsu-watch.info/2-nsu-prozess/).
Anschließend laden euch alle herzlich ein mit uns mit dem Film „Schulter an Schulter“ einen Blick in die Geschichte von Antifa Organisierung zu werfen.
Wir wollen lernen von der Erfahrungen älterer Gefährt*innen und schauen, was sich aus den Strategien, der Entschlossenheit aber auch den Fehlern der 90er für heute lernen lässt.

Wir wollen mit euch im Anschluss diskutieren und Erfahrungen austauschen:

  • Wie geht es euch mit der aktuellen Situation mit Nazis in Greifswald und MV?
  • Was sind gelungene Beispiele für Gegenwehr?
  • Wie kann Antifa Organisierung gelingen? Was kann man machen?

WIR WÜRDEN UNS SEHR FREUEN, WENN LEUTE UNTERSCHIEDLICHER GENERATIONEN AUS GREIFSWALD KOMMEN UND VON IHREN ERFAHRUNGEN UND IDEEN ERZÄHLEN!

FILMBESCHREIBUNG

In den 1990er und 2000er Jahren, im Schatten der rassistischen Pogrome, die das wiedervereinte Deutschland nach 1989 überrollten, entstand eine außergewöhnlich starke antifaschistische Bewegung. Die Antifa arbeitete auf vielen Feldern so professionell wie kaum eine andere selbstorganisierte Kraft der Neuzeit. Von militanten Aktionen über politische Bildung bis hin zur Ermittlungsarbeit – die Antifa hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem erstarkenden Neofaschismus entgegenzutreten.

Fünf Aktivist:innen sprechen zum ersten Mal öffentlich über ihre Aktivitäten und verschmelzen mit zahlreichen Schätzen aus dem Archiv zu einem intensiven Kinodokumentarfilm. Statt eines einfachen historischen Rückblicks legt der Film die Schichten frei, die den Mythos Antifa überlagern. Er gibt uns tiefe Einblicke in eine Form der politischen Arbeit, die zu heftigen Überreaktionen bei Staat und Bürgertum führte und doch immer notwendig war.

Der Dokumentarfilm unternimmt einen historischen Streifzug durch die Höhepunkte der Antifa-Bewegung, die eine unterschätzte Rolle im Deutschland der 1990er und 2000er Jahre spielte. Der Fokus liegt dabei nicht auf Einzelereignissen, sondern auf den verschiedenen Praktiken und Methoden, die von Aktivisten:innen verwendet wurden.

Von Straßenkämpfen, über investigative Recherchen und Aufklärungskampagnen bis hin zu den Herausforderungen der Provinz, die von Selbstverteidigung und dem Schutz anderer geprägt ist, dokumentiert der Film durch Archivmaterial, Fotos und szenische Alltagsbilder die Geschichte einer Bewegung in bisher nie gezeigtem Umfang und erweckt sie so zum Leben. ANTIFA ist kein bloßer Rückblick, sondern eine inspirierende Aufforderung zur kritischen Reflexion über die Kraft des Widerstands gegen den aufkeimenden Neofaschismus.

Der Film wirft einen kritischen Blick auf die Bewegung, ihre andauernde Relevanz und die enormen Herausforderungen der Gegenwart im Jahr 2024, in der erstmals eine rechtsextreme Partei Chancen auf Regierungsverantwortung in Deutschland erhält.

Bilder: Christian Ditsch und Bernd Langer