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Pressemitteilung des IKuWo e.V. zur Demonstration vom 29.07.2018

Heute (29.7.2018) haben sich 250 Menschen versammelt, um unter dem Motto „Gemeinsam für selbstbestimmte Freiräume – gegen rechte Meinungsmache und Kriminalisierung linker Politik“ ihrer Solidarität mit dem Internationalen Kultur- und Wohnprojekt (IKuWo e.V.) Ausdruck zu verleihen. Laut Aufruf nahmen Freundinnen und Freunde des IKuWo die Hausdurchsuchung vom 19.07.2018 und die vorangegangene diffamierende Berichterstattung von Polizei und Presse zum Anlass auf die Straße zu gehen.

Wir, als IKuWo e.V. möchten uns deshalb bei all den Menschen bedanken, die sich heute in Greifswald für das IKuWo und damit für einen Ort der Begegnung in der Stadt eingesetzt haben. Ein Ort, den Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Einkommen, sexueller Orientierung, Alter und/oder Staatsangehörigkeit gemeinsam gestalten. Ein Ort, von dem Engagement gegen nationalistische und antidemokratische Stimmungen ausgeht.

Leider ist das IKuWO nicht das einzige Projekt, das im letzten Monat von einer Hausdurchsuchung betroffen war. Immer wieder geraten Menschen und Organisationen, die ähnliche Ziele wie das IKuWo formulieren, seien sie noch so gemeinschaftsfördernd und uneigennützig, bundesweit zusehends in Bedrängnis, während rechter Populismus mit haltlosen Behauptungen und unmenschlichen Äußerungen Stück für Stück an Raum gewinnt. Zuletzt so geschehen in Halle (Saale) „Hasi“ , Dortmund „Langer August“, Dresden „Zwiebelfreunde“ und Augsburg „Open Lab – CCC“…

Das IkuWo versucht ein Ort frei von Diskriminierung zu sein, der vom ehrenamtlichen Engagement der Vereinsmitglieder lebt.
Deshalb fordern wir ein Ende der Kriminalisierung des Vereins und anderer linker Räume. Wir werden uns auch zukünftig nicht einschüchtern lassen, wenn es darum geht, sich in Greifswald und darüber hinaus kulturell und politisch zu engagieren.

Auch Aktivist_innen der europaweiten Kampagne „SEEBRÜCKE – Schafft sichere Häfen“ waren auf der Demonstration vertreten. Sie forderten unter anderem die Bürgerschaft dazu auf, sich zu positionieren und dem Vorbild anderer Städte zu folgen; Ein sicherer Hafen zu werden und in
Not geratene Geflüchtete aufzunehmen.

Die heutige Demonstration in Greifswald war ein klares Zeichen für die breite und vielfältige Unterstützung, die Menschen dem IKuWo in den letzten Wochen entgegengebracht haben, aber auch eine wichtige Kritik an politischen Machtdemonstrationen – ob in Greifswald, an den EU-Außengrenzen oder anderswo!