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Zionistische Jugend‐ und Kibbuz‐Bewegung in Deutschland

Im Kontext des zunehmenden Antisemitismus entstanden in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland zahlreiche zionistische Hachschara‐Stätten. Hier sollten junge Jüdinnen und Juden durch die Ausbildung in landwirtschaftlichen und Handwerksberufen auf die Auswanderung nach Palästina vorbereitet werden. Sie versuchten im kargen Leben auf dem Land, die sozialistische Utopie eines neuen jüdischen Menschen in der Gemeinschaft zu verwirklichen, die sie im Kibbuz in einem zukünftigen Israel leben wollten. Im Nationalsozialismus gewann die zionistische Bewegung unter deutschen Jüdinnen und Juden an Zulauf, da sie bald eine der letzten Möglichkeiten bot, der drohenden Vernichtung zu entkommen. Diejenigen, denen die Reise nach Palästina gelang, gründeten unter oft unerwarteten, schwierigen Bedingungen Kibbuzim und beteiligten sich am Aufbau des jüdischen Staates.