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Pressemitteilung des IKuWo Greifswald, 13. Juni 2018

In der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2018 kam es auf dem Gehweg der Goethestraße auf Höhe des Internationales Kultur- und Wohnprojektes (IKuWo), laut Pressemitteilung der Polizei vom 11. Juli 2018, zu einem Zusammenstoß von drei Unbekannten und einem Mitglied einer Studentenverbindung.

Aufgrund der sommerlichen Temperaturen am vergangenen Wochenende hielten sich viele der ca. 250 Menschen, sowohl Gäste einer After-Show Party im Rahmen des Festival contre le racisme, als auch weitere Passant*innen vor dem Gelände des IKuWos auf. Drei Unbekannte sollen laut Polizeibericht nach dem Zusammenstoß mit einem entwendeten Verbindungsband in die Veranstaltungsräumlichkeiten geflüchtet sein. Einige Zeit nach dem mutmaßlichen Vorfall traf die vom Betroffenen verständigte Polizei ein. Es vergingen weitere Minuten, in denen die Polizeibeamt*innen Zeug*innen befragten, bevor sie sich Zugang zu den Räumlichkeiten des IKuWos verschaffen wollten und dabei erstmals auf Veranstaltende trafen.

Um alle Gäste vor Unruhe und Angst zu schützen und im gefüllten Veranstaltungsraum keine Panik auszulösen, wurde der Forderung der Polizeivollzugsbeamt*innen eine sofortige Durchsuchung zuzulassen nicht nachgekommen. Die Beamt*innen entfernten sich im Gespräch mit den Veranstaltenden vom Eingang. Die Schaulustigen und Gäste, die sich ebenfalls im Eingangsbereich aufhielten, bildeten, entgegen des Polizeiberichts, weder Ketten noch solidarisierten sie sich mit ihnen unbekannten Vorgängen. Im Anschluss an das Gespräch vor dem Haus zogen sich die Polizeivollzugsbeamt*innen zurück und fuhren schließlich, ohne zu erneuten Maßnahmen anzusetzen, davon.

Der geforderter Zugang zu den Räumlichkeiten seitens der Polizei auf Grundlage der Begründung „Gefahr im Verzug“ war in Anbetracht der bereits vergangenen Zeit und der hohen Fluktuation des Publikums der Wahrnehmung nach an diesem Abend bereits gegenstandslos. Es lag weiterhin kein richterlicher oder staatsanwaltlicher Durchsuchungsbeschluss vor, welcher den Beamt*innen Zugang zu den Räumlichkeiten gewährt hätte.

Das IKuWo weist darauf hin, dass die Tat, sollte sie sich wie laut Polizeibericht dargestellt zugetragen haben, nicht das Verständnis und die Zustimmung des Vereins widerspiegelt.